Pflegeaufwand

1.) PH- Wert

Der pH-Wert sollte nicht unter 6,5 und nicht über 7,6 liegen. Ideal wären 7,0 - dann ist das Wasser weder basisch noch sauer – eben „neutral“. Beim Erwärmen von Wasser auf ca. 36° hat der pH-Wert die Tendenz in Richtung 8,4 zu wandern.
Dies lässt sich einfach mit einem sogenannten „pH-Senker“ wieder korrigieren. Dieses kristalline Salz wird in etwas Wasser aufgelöst und bei laufenden Hydromotoren in den Pool gegeben.

2.) Chlor

Das sicherste Mittel um Keime zu vernichten ist immer noch Chlor, da dies im Wasser gelöst ist und eventuell auftretende Keime sofort eliminiert. In öffentlichen Bädern ist die Chlorbeigabe vorgeschrieben – jeder kennt die Begleiterscheinung Geruch und Hautreizungen….
Im privaten Bereich ist dies möglichst zu vermeiden, da auch die Dosierung eine heikle Angelegenheit ist.
Deshalb wird von uns die Zugabe von Chlor nicht empfohlen.

3.) Ozon

Aus Sauerstoff „O2“ erzeugt der Ozongenerator des Pools durch elektrische Entladungen Ozon „O3“ – das Ozonmolekül besteht aus einer losen Verbindung von drei Sauerstoffatomen. Wenn dieses Molekül zerfällt, suchen sich die einzelnen Atome neue Reaktionspartner.
Einflüsse, die Ozon auf den biochemischen Reaktionsablauf ausübt, beruhen auf seiner stark oxidierenden Wirkung.
Ozon ist das wirksamste Desinfektionsmittel überhaupt.
Gleichzeitig ist es das umweltfreundlichste Mittel, denn es besteht nur aus drei Atomen Sauerstoff und trägt keine andere Chemikalie in den Prozess ein.

Dem Wasser über die Zirkulation beigemischt, vernichtet es Keime und Algen.

Nachteil: Ozon ist sehr flüchtig und bleibt nicht beständig im Wasser gebunden. Es bietet keinen Schutz vor Keimen, die z.B. eine fremde Person, die neben Ihnen im Pool sitzt, verströmt….

Unsere Empfehlung: im privaten Bereich ist die Ozonentkeimung empfehlenswert.
(bei „Poolpartys“ mit Personen, die nicht zur Familie gehören, können Sie dem Wasser jederzeit temporär Chlor beimischen – dies verflüchtigt sich nach 2-3 Tagen wieder vollständig….)

4.) Mechanische Reinigung

Wo warmes Wasser in Bewegung ist und die Haut der Badenden intensiv umspült wird, öffnen sich die Poren und es gelangen Rückstände in Form von Talg, Fette und Hautschuppen in das Wasser.
Es lässt sich nicht vermeiden, dass sich am Poolrand etwas Schmutz ablagert.
Da diese Baderückstände an der glatten Wannenoberfläche kaum Ansatzmöglichkeiten finden, können diese mit einem Microfasertuch leicht entfernt werden.

Bei Kalkablagerungen verwenden Sie normalen Haushaltsessig um diese zu beseitigen.
(z.B. beim Wasserwechsel)

Kein organisches Lösungsmittel (z.B. Reiniger mit Ameisensäure) mit der Wanne in Verbindung bringen!

5.) Kratzer beseitigen

Da Acryl durchgefärbt ist, lassen sich kleine Kratzer mit einer Polierpaste und einem weichen Tuch entfernen. Tiefere Kratzer wenden mit einem Schleifpapier der Körnung 1000 entfernt um dann die Oberfläche mit einem Papier der Körnung 1200 weiter zu glätten.
Als „Finish“ dient wieder die Polierpaste, die mit einem weichen Tuch verrieben wird. Das Ergebnis ist eine spiegelglatte Oberfläche, die wie neuwertig glänzt.

6.) Wasserwechsel

Bei normaler Nutzung des Pools ist ein Wasserwechsel nur einmal pro Jahr notwendig. Wenn Ihnen nach einer außergewöhnlichen Belastung (Kindergeburtstag, Familienfeier mit vielen Badegästen oder ähnliches…) das Wasser nicht mehr hygienisch und sauber erscheint, lassen Sie es ab und füllen den Pool neu – dies kostet Sie inklusive Aufheizung rund 14,- € (siehe auch unter „Energiekosten“)

Bei dem jährlichen Wasserwechsel sollte am Tag davor eine Flasche „System Flush“ in das Wasser gegeben werden, um danach die Pumpen für 30 Minuten zu aktivieren. Eventuelle Rückstände in den Rohrleitungen werden so gelöst und beseitigt.

7.) Kartuschenfilter reinigen

Alles was an Oberflächenschmutz im Skimmer verschwindet ( Haare, Mücken, Blätter, Grashalme usw.) wird im Kartuschenfilter zurückgehalten. Diesen können Sie ohne das Wasser ablassen zu müssen jederzeit herausnehmen. Dazu ist kein Werkzeug notwendig – einfach die Abdeckung abnehmen und den Filter von Hand herausdrehen. Dann die Lamellen mit einem scharfen Wasserstrahl ausspülen, gegebenenfalls entkeimen und wieder einsetzen. Der Filter ist jedes Jahr zu erneuern.

8.) Verkleidung und Abdeckung reinigen

Die Verkleidung besteht aus PVC – die Abdeckung ist mit Kunstleder ummantelt.

Der größte Feind von Kunststoff ist die Sonne mit Ihrer UV-Strahlung, die dem Kunststoff die Weichmacher entzieht.
Reinigen Sie die Flächen zweimal jährlich mit Kunststoffreiniger und sprühen Sie diese anschließend mit Cockpitspray ein – mit einem Baumwolltuch abreiben – fertig.
Dies verhindert, dass das Material spröde wird und ausbleicht.

9.) Überwintern des Pools

Der Großteil unserer Kunden nutzen ihren Pool auch im Winter – gerade in dieser Jahreszeit ist es ein großes Vergnügen eine Massage im warmen, brodelndem Wasser zu genießen, während der Garten verschneit ist.
Im Sommer bei 30 Grad im Schatten werden die Wenigsten auf die Idee kommen, in einem warmen Whirlpool zu entspannen – da wird eher die Heizung ausgeschalten und eventuell noch mit der Zugabe von kaltem Wasser der Erfrischungseffekt verstärkt…

Wer den Pool über Winter nicht nutzen möchte, sollte folgende Empfehlungen beachten:

Das Wasser nicht ablassen – Sie werden es kaum bewerkstelligen können, das gesamte Restwasser aus allen Schläuchen und Pumpengehäusen zu entfernen. Es genügen schon kleine Mengen von Restwasser, um so ein Pumpengehäuse durch Gefrieren zu schädigen.
Stellen Sie die Temperatur auf minimale 26° und den Betriebsmodus auf „Sleep“ – damit steuert der Pool die Temperatur zusätzlich um 10° weiter nach unten – also auf 16°.
Bei dieser Temperatur und keine weitere Belastung durch Badende können Sie die Reinigungszyklen auf 2 x 30 Minuten beschränken.
So wird Ihr Pool mit minimalem Energieaufwand sicher überwintern.

Falls Sie dann doch einmal mit dem Gedanken spielen, an einen schönen Dezembertag ein Bad zu genießen, dauert es lediglich ca. 10 Stunden und rund 10,- € Energiekosten, um den Pool wieder auf eine „Wohlfühltemperatur“ von 36° zu bringen.