Tipps für den Kauf

1.) Größe „Ihres“ Whirlpools

Im privaten Bereich wird der Platzbedarf irgendwo zwischen 2 und 10 Personen schwanken.


Bedenken Sie, selbst wenn Sie Ihren Pool hauptsächlich nur zu zweit nutzen möchten, kann es Sinn machen, sich für einen Pool für mehrere Personen zu entscheiden.

Warum? Die Pools haben unterschiedliche Sitz – und Liegeschalen mit ebenso unterschiedlich ausgestatteten Düsenkombinationen. Nutzen Sie den Platz, der Ihnen momentan zusagt und wechseln Sie einfach mal, um die Massage in einer anderen Sitz- oder Liegekonstellation zu genießen.


Wie könnte der Pool an den tatsächlichen Aufstellort transportiert werden?
Ein Pool für 6 Personen wiegt ungefähr 400 kg.
Welche Hindernisse sind zu überwinden? Zäune, Mauern, Türen, Treppen?
Machen Sie einige Bilder vom Transportweg und senden Sie uns diese zu – wir beraten Sie gerne.

Üblicherweise übernehmen wir auch die Montage des Pools. In diesem Rahmen unterstützen wir Sie auch beim Transport zum Aufstellort – allerdings sollten uns 3-4 kräftige Helfer aus Ihrem Bekanntenkreis dabei unterstützen, um Kosten zu sparen.

2.) Ergonomie – Sitzschalen / Liegeflächen / Einstieg

Der ursprüngliche „Hot Tub“ war rund und hatte keine ergonomischen Sitz- oder Liegeschalen. Schaut man sich heute das Design der gängigen Innenpools an, könnte dies als „back to the roots“ bezeichnet werden – kubische Formen, die den Rundungen der menschlichen Spezies nicht wirklich gerecht werden. Anders im Bereich Außenwhirlpool - hier geht es in erster Linie um Entspannung und Wohlfühlen. Achten Sie darauf, dass die Sitz- und Liegeschalen „Ihres“ Whirlpools dem ergonomischen Aspekt auch wirklich Rechnung tragen.

Das Angebot an unterschiedlichen Formen ist sehr vielfältig. Es sollte nicht passieren, dass ein Wellnessfreund mit 190cm Körpergröße die Knie und Schultern nicht unter das Wasser bekommt und auf der anderen Seite die zierliche Dame des Hauses beinahe ertrinkt…
Der Ein- und Ausstieg birgt Gefahren – Treppe, Nässe, barfuß – die Rutschgefahr darf nicht unterschätzt werden. Achten Sie darauf, dass Sie einen ebenen, rutschhemmenden Tritt innerhalb des Whirlpools haben. Wenn das Wasser sprudelt und Sie nicht wirklich sehen können, wo Sie auftreten, dürfen da keine schrägen, glatte Flächen sein.

3.) Ausstattung Düsen

Da reicht die Bandbreite von einfachen Punktstrahldüsen bis zur 4“ verstellbaren Luft/Wasserwirbeldüse. Wie die Wirkung empfunden wird, ist auch sehr individuell. Achten Sie darauf, dass die Massageplätze sehr unterschiedlich bestückt sind. Das Spektrum ist groß - von einer Düse im Rückenbereich bis zu dutzenden Düsen verteilt auf den ganzen Körper. Grundsätzlich werden zwei Ausführungen angeboten – zum Einen die Hydrodüse, die mit einem Wasserstrahl massiert zu dem noch dosierbar Luft zugemischt werden kann und zum Andern die Luftdüsen am Boden und in der Sitzfläche, die nur Luft in den Pool pressen – diese sollte auf Körpertemperatur vorgewärmt sein.

4.) Fontänen, Wasserfall und Beleuchtung

Hübsche Fontänen
Sprudelnde Wasserfälle
Ansprechende Beleuchtung
Wohlduftende Aromatherapie

Wie bei einem guten Essen die Darbietung für das ganzheitliche Genießen eine große Rolle spielt - das Auge isst ja bekanntlich mit - so wird auch die Entspannung in einem Whirlpool von optischen Reizen erheblich beeinflusst.

Dazu gehören Fontänen, Wasserfälle und selbstverständlich eine ansprechende Beleuchtung. Die Pooldesigner haben da – je nach Ausführung - an technischen Highlights nicht gespart. Heutzutage sind durch LED Beleuchtung in Verbindung mit Glasfiberpunkten ansprechende Effekte möglich. Achten Sie darauf, dass Sie die 7 Farben der Beleuchtung je nach Stimmung (Farblichttherapie) selbst wählen und fixieren können. Zusätzlich sollte die Steuerung über eine Funktion verfügen, mit der Sie die Farben automatisiert langsam und stetig wechseln lassen können.

Bei der Aromatherapie handelt es sich um einen kleinen Behälter am Poolrand, der mit Duftgranulat unterschiedlichster Geschmacksrichtung gefüllt werden kann. Ist der Deckel verschlossen, werden diese Kugeln mit Wasser umspült und lösen sich so langsam auf. Der Duft – sei es Minze, Zitrone, Lavendel oder was auch immer - verbreitet sich im ganzen Pool. Achten Sie darauf, dass die Kugeln auch einfach wieder zu entnehmen sind, falls Ihnen ein Duft dann doch nicht so behagt, wie Sie dies erwartet hätten…

5.) Zirkulation, Skimmer und Ozon

Wasser darf nie über längere Zeit stehen. Speziell warmes Wasser mit über 30 Grad bietet Bakterien den idealen Nährboden um sich zu vermehren.
Um dem entgegenzuwirken besitzen alle Pools eine Zirkulationspumpe, die Verschmutzungen wie Blätter, Haare, Grashalme oder Mücken über einen sogenannten Skimmer in den Kartuschenfilter absaugen. Vermischt mit Ozon, das der Pool elektrochemisch selbst erzeugt, wird das abgesaugte Wasser wieder dem Pool zugeführt und dabei desinfiziert.
Achten Sie darauf, dass nicht nur das Wasser im Pool in dieser Weise umgewälzt wird, sondern auch von Zeit zu Zeit automatisch der Inhalt der Schläuche und Gehäuse aller Hydropumpen. Sie sollten selbst - je nach Nutzungsintensität - bestimmen können wie lange diese Reinigungszyklen pro Tag aktiviert werden sollen.
Es ist zu empfehlen, dass dies nachts vermieden wird, da die Geräuschkulisse in einem ruhigen Umfeld durchaus als störend empfunden werden kann.

6.) Pumpenleistung

Viele Hersteller geben die Leistung der Pumpen noch in „PS“ an. Ein PS entspricht rund 0,75kW oder 750W. Demnach hat eine Pumpe mit 3 PS rund 2,25kW – das ist schon eine ordentliche Leistung. Wobei es darauf ankommt, wie sich diese Leistung verteilt – soll die Pumpe 7 Massageplätze mit dutzenden Düsen versorgen wird das Massageerlebnis zu einem lauen Streicheln.

Achten Sie darauf wie das Verhältnis Pumpenleistung zu der Anzahl der Massagedüsen ist – je mehr Düsen ein Pool besitzt, desto mehr Leistung benötigt er.

Viva-Aqua – Pools haben bis zu 150 Hydrodüsen – dann sind aber auch rund 7kW Leistung verteilt auf 4 Pumpen. Vor Vorteil ist es auch, wenn die Massageleistung durch ein Ventil am Poolrand auf 2 Massageplätze verteilt werden kann. Wird dann die die Leistung des einen Platzes gedrosselt, steigt die des anderen an.

7.) Isolation

Grundisolation Wanne mit PU-Schaum
Vollisolation mit Glaswolle

Der Energieverbrauch eines Pools hängt neben der Zirkulation auch maßgeblich von der Isolation der Wanne ab. Die Wannen sollten zumindest eine Grundisolation mit PU-Schaum von ca. 15 mm Stärke besitzen.
Bei einer „Vollisolation mit PU-Schaum“ wird bei vielen Herstellern der gesamte Pool mitsamt den Schläuchen eingeschäumt – nur die Pumpen, Heizungen und Schaltschränke sind dann noch frei.
Dies ist wärmetechnisch die optimale Isolation. Dies hat jedoch auch einen entscheidenden Nachteil: Man kommt nicht mehr an die Düsen und Schläuche, wenn dann doch mal etwas defekt ist.

Vorsicht auch vor den "Vollisolationen", bei denen aus Kostengründen nur der Boden und die Verkleidung mit einer "alukaschierten Thermoisolierung" ausgeführt wird - zwangsweise ist in der Verkleidungen trotzdem mindestens ein Lüftungsgitter, das den Hohlraum und die Hydromotoren mit "Frischluft" versorgt - das Ergebnis: der Wind bläst kalte Luft hinein – bzw. die warme, teure Luft entweicht darüber……als wenn Sie ein gedämmtes Haus haben und im Winter das Fenster offen lassen……

Viva-Aqua ist der einzige Anbieter, der den gesamten Hohlraum in Handarbeit mit Glaswolle isoliert - jeder Motor bekommt dabei ein separates, speziell isoliertes Gehäuse, das jeweils mit einem Gitter von aussen belüftet wird.
Diese nachträgliche Isolation mit Glaswolle hinter der Verschalung lässt sich im "Falle eines Falles" problemlos wieder entfernen.

Auf eine isolierende Abdeckung der Oberseite des Pools von mindestens 15 cm Stärke kann nicht verzichtet werden.

8.) Wanne, Farbe, Material

Beispiel für Verschmutzung bei unterschiedlichen Wannenfarben

Das Grundmaterial für die Wanne ist Acryl und kommt in der Regel von einem der 3-4 führenden Hersteller weltweit – z.B. für die Viva-Aqua Pools von der Fa. Aristech in Kentucky / USA.

Das Material ist durchgefärbt und kleine Kratzer lassen sich durch schleifen und polieren wieder entfernen.

Bei der Auswahl der Farbe gibt es zwei Aspekte: zum Einen wie heikel eine Farbe gegenüber kleinen Verschmutzungen ist und zum Andern die reine Geschmacksfrage über die sich vortrefflich streiten lässt. Deshalb möchte ich mich zum zweiten Aspekt nicht äussern sondern nur auf die Empfindlichkeit gegenüber Verschmutzungen hinweisen.
In einem weißen Pool stechen Ihnen kleine Mücken, Grashalme oder Haare sofort ins Auge – gerade im Freien lassen sich solche „temporären“ Verschmutzungen kaum verhindern. Temporär deshalb, da diese früher oder später über den Skimmer im Kartuschenfilter landen werden.

Wenn warmes Wasser ständig in der Wanne verbleibt immer wieder umgewälzt wird, bildet sich auch unvermeidbar ein Rand, der von Zeit zu Zeit mit einem Microfasertuch entfernt werden sollte. Das ist – egal bei welcher Farbe – nichts dramatisches, aber bei der Farbe Weiß fällt dies eben eher auf.

Das andere Extrem in Richtung „unempfindlich“ ist z.B. ein schwarz – weiß gesprenkeldes Blau. Man könnte aber auch argumentieren – „weiß ist optimal – da sehe ich den Schutz und nehme sofort den Käscher und entferne ihn“.

Grundsätzlich reflektiert ein heller Pool die Farben der Beleuchtung intensiver als ein farbiger Pool.

9.) Unterbodenschutz

Gerade im Aussenbereich macht es Sinn, die Wanne von unten mit einem „Unterbodenschutz“ abzuschließen. Dies ist eine Glasfaserverstärkte PVC Wanne, die den Pool nach unten abdichtet – ansonsten kann es sein, dass sich im trockenen, warmen Hohlraum unter dem Pool  irgendwelche Insekten, Ungeziefer oder unerwünschte Nager wohlfühlen…